Cuba 2010

Inzwischen habe ich Kontakt zu “ Soli Arenas „, einer Cuba – Reiseagentur in Deutschland aufgenommen und bereits 2009 über sie gebucht. 

Im September 2010 befinde ich mich mit meiner Frau in Moreira, Spanien, um unseren ehemaligen Drummer meiner Band „GIFT “ zu besuchen. Er wohnt schon seit einigen Jahren hier. Die nächste Reise nach Cuba ist schon mit Frankie gebucht. Ich liege am Pool und bekomme einen Anruf von SoliArenas. Ich werde gefragt, ob wir gegen einen gewissen Aufpreis Lust hätten, mit dem Katamaran von Cienfuegos nach Cayo Largo zu segeln. Von meiner Seite aus bedurfte es hier keiner langen Überlegung und sagte spontan zu. Wir kommen also im November 2010 am Flughafen Havanna an und werden mit dem Taxi nach Cienfuegos ( ca.250 km ) zum Jachthafen gefahren.

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Wir sind natürlich nicht zum verabredeten Zeitpunkt angekommen – Der Taxifahrer hat die Gelegenheit genutzt, gleich noch ein paar Verwandte unterwegs zu besuchen, mit unserem Einverständnis.- Die anderen Mitsegler haben inzwischen auf uns mit einer Flasche Rum gewartet.

An Bord : Der Skipper ( Capitan ) – der Koch – ein frisch verheiratetes Münchener Ehepaar mittleren Alters – und Georges.

Georges ( Schorsch ) ist Luxemburger, ehemals Tierarzt, spricht perfekt Deutsch und arbeitet für SoliArenas. Er wohnt seit 2 Jahren in Havanna und macht diese Fahrt mit, um zu testen, ob das Arrangement mit in den Reisekatalog aufgenommen werden kann. 

Es ist bewölkt und regnerisch, als wir völlig geschlaucht, nach dem Flug und der Taxifahrt ankommen. Aber , wir merken schon nach kurzer Zeit, dass die Chemie zwischen uns passt. Es wäre nicht auszudenken, 4 Tage auf engstem Raum mit Leuten zu verbringen, die man nicht riechen kann. Wir hatten eine Menge Spass. OK, nach ein paar Gläsern Rum zum „Beschnuppern“ verstauen wir unsere Koffer in der winzigen Schlafbox ( Doppelbett mit Frankie ) und versuchen zu schlafen, was natürlich kaum möglich war. Wir fahren , angetrieben von einem kleinen Motor ( da kaum Wind ) in Richtung Cayo Largo – eine ewig weite Strecke ohne günstigem Wind. Der Seegang ist nicht zu verachten und wir donnern in unserer kleinen Kajüte mächtig auf die Wellen. Geräusche, die ich vorher noch nicht so wahrgenommen habe.

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Ab Sonnenaufgang halte ich es nicht mehr aus. Ich wanke irgenwie an Deck; steh total neben mir nach diesen 2 Tagen und Nächten. Irgendwie läuft da ein Film ab. Aber gut, diese Aussicht lohnt sich. Es vergehen noch ungefähr 3 Stunden, bis wir uns zum Frühstück versammeln. Um es es vorauszunehmen, der Koch ist unser Ass ! Wie der unter diesen Bedingungen uns mit geilstem Essen versorgt, ist mehr als 10 Punkte wert. Gerührtes Ei, mit Schinkenspeck und Salat vom Allerfeinsten !

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Alex , unser Skipper steuert ein küstennahes Gebiet an, sein Geheimnis, das er zu verbergen sucht und nur anlegt, wenn niemand in der Nähe ist. Er wirft sich in seine Tauchermontur, bewaffnet mit Harpune und besorgt mal eben unser Abendessen.

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Traumhaft schön. 4 Tage auf dem Schiff – wolkenlos ! Annähernd windstill ! Unsere Getränkebestellung haben wir von zuhause aus getätigt, somit sind wir auch bestens mit Cola, Wasser, Bucanero, Wein und Sekt , eiskalt, eingedeckt. 

Am Nachmittag erreichen wir Cayo Largo, legen an und können uns auf eine ruhige Nacht zum Ausschlafen freuen. Vorher aber, noch eine gemütliche Bar und die Gegend erkunden !

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Zwischenzeitlich hatten wir auch genug Zeit, voneinander zu erzählen, um sich vorzustellen. Georges sollten wir noch öfters treffen, auch in den nachfolgenden Jahren. Wir sind beide sehr froh, ihn kennengelernt zu haben. Sehr angenehmer Zeitgenosse, der uns noch vieles in Havanna gezeigt hat, was wir ohne ihn wahrscheinlich nie gesehen hätten.

Frankie freut sich !

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Nach einer wunderbaren Nacht im Katamaran auf spiegelglatter See gibts wieder herrliches Frühstück und Alex shippert uns erstmal zu einem Ort, den wir alle so schnell nicht vergessen werden. Er nennt ihn: Piscina naturale. So stellt man sich das Paradies vor ! Das ist Karibik pur ! Glasklares Wasser in allen nur erdenklichen Blau und Grüntönen, angenehm warm und flach. Wir stranden auf einem Eiland, das das Attribut – Pudersand wahrlich verdient. Weiß und feinst.

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In knietiefem Wasser sind Rochen eingebuddelt. Seesterne in weiß und rot.

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Unser Törn führt uns durch Mangroven in Richtung Isola Iguana

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Die Iguana Insel besteht aus schroffem Vulkangestein.  Man kann sie barfuß nicht betreten. Dort leben massenweise Leguane.

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Obwohl ich noch nie auf den Malediven war, würde ich behaupten, dass man hier in dieser Gegend Gleiches, günstiger bekommen kann. Cayo Largo kann man auch mit dem Flugzeug von Havanna aus erreichen. Katamaran Törns sind für einige Stunden zu buchen. Hier kannst Du auch schnorcheln und eine Korallenwelt erleben, die man sonst nur vom TV kennt. Wir sind wirklich alle total begeistert. Im Gegensatz zu den Stränden von Havanna befinden wir uns hier in der Karibischen See. Obwohl der Unterschied nicht wirklich  spürbar ist, denn auch die Bahamas müssen ähnlich aussehen. Das kann man bereits im Anflug auf Havanna von oben deutlich sehen. Ich lasse hier noch ein paar Bilder sprechen :

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Seekrank zu werden, ist natürlich immer ein Thema. Es wird bei solchen Törns immer Stunden geben, in denen es merkwürdig ruhig wird an Board. Einer nach dem Anderen wird wortkarg. Mal mehr, mal weniger. Überstanden haben wir es alle.

Auf der Rückfahrt kommen wir an einer Insel vorbei, die man großräumig umsegeln muss. Jefe privado ! Umsegeln wäre schön gewesen, doch leider hatten wir sehr ungünstige Winde und sind deswegen auf den kleinen Motor angewiesen, der uns erst nach ca. 8 Stunden Fahrt wieder nach Cienfuegos bringt. Für einen normalen Charterer wäre dies kaum zumutbar gewesen, aber wir durften uns nicht beklagen – wir haben noch nicht einmal die Hälfte des üblichen Preises bezahlt. Die überwältigende Schönheit dieser Karibikinsel wird uns noch lange im Gedächtnis bleiben. Hier nochmal ein Dankeschön an SoliArenas. 

Unsere Münchener Begleiter verabschieden sich in Richtung Trinidad, Frankie, Schorsch und ich fahren mit dem Bus nach Havanna, wo wir wieder am Playa del este wohnen werden. In den nächsten Tagen werden wir uns noch ein paarmal mit Schorsch treffen – unser Glück ! Er kennt sich aus in Havanna und hat außerdem als “ Representante“ der Touristenbranche einen angesehenen Stand. Wenn wir mit dem Taxi unterwegs sind, können wir mit dem einheimischen Peso bezahlen, was dann eigentlich „geschenkt“ ist. Einmal gehen wir Essen an der höchstgelegenen Aussichtsplattform Havannas. Wir sind begeistetert und können es kaum fassen, wie gut man hier speisen kann. Tja, so ist es eben, mit Geld kriegste immer und überall – Alles ! Ich weiß garnicht mehr genau, wo wir überall waren, jedenfalls blieb uns kaum eine interessante Bar verborgen. Ein absolute Schau, mit seinem , wie neu restauriertem Chevy , unterwegs zu sein !

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oder mal so…

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Vorabendlicher Treff mit Schorsch im Monserrate

IMG_0318IMG_0199Georges in der Abendsonne

Es gäbe noch viele klasse Clubs, die wir besucht haben, aufzuzählen. Letztendlich kann ich nur empfehlen, wenn man sie alle sehen will, sich an SoliArenas zu wenden, sich mit Schorsch zu treffen, der die Adressen weitergibt.

Einmal, kann ich mich erinnern, gehen wir aus dem Melia Cohiba zu einem nahegelegenen Jazz Club und als es uns hier nicht so besonders gefiel, stehen wir ratlos auf der Straße. Während wir beratschlagen, wie es weitergeht, nähert sich ein Typ mit Gitarre auf dem Rücken, spricht mit uns… Er hat uns beobachtet und die Lage sofort richtig erkannt. Für einen CUC führt er uns in einen Laden, der noch geöffnet hat. Schorsch sagt ihm, dass er für einen CUC aber gefälligst schon auf der Klampfe spielen könne. Er lässt sich nicht zweimal bitten. Er, voran – Guantanamera……, wir hinterher. Irre ! Der Laden übrigens war auch klasse. Nur Einheimische – ein großes Wohnzimmer- knallvoll. Auf dem Quadratmeter 2 Tanzpaare. Vorher, wie üblich, Show. Diesmal ein Lokalmatador der Comedy Szene. Ich hab kein Wort verstanden, trotzdem gelacht und köstlich amüsiert.

Fortsetzung folgt

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